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Essener Operettensängerin Hilde Plaschke mit 97 Jahren gestorben

  • Essener Operettensängerin Hilde Plaschke mit 97 Jahren gestorben
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Soubrette begeisterte das Publikum von 1950 bis 1967 in vielen heiteren Rollen

Sie erfreute das Essener Publikum unter anderem in Kálmáns „Csárdásfürstin“, Jessels „Schwarzwaldmädel“ und Burkhards „Feuerwerk“. Jetzt ist die Sängerin Hilde Plaschke im hohen Alter von 97 Jahren gestorben. Von 1950 bis 1967 war die gebürtige Reichenbergerin (Sudetenland) am Essener Grillo-Theater engagiert, wo sie als Operetten- und Lustspielsoubrette in vielen heiteren Rollen zu erleben war. Schon mit 15 Jahren verließ sie ihre Heimat, um sich ihren Traum vom Theater zu erfüllen, und ging für zwei Jahre an die Schauspielschule nach Berlin. Es folgte das erste Engagement mit vier Jahren Schauspieltätigkeit in Bielefeld. Dort erkrankte die erste Opernsoubrette vor einer Uraufführung. Hilde Plaschke, die in Berlin nebenher auch Gesang und Tanz studiert hatte, übernahm kurzentschlossen im letzten Augenblick die Rolle. Mit dem Ergebnis, dass sie bei der Operette geblieben ist. Oberhausen und Kiel waren die nächsten Stationen ihrer Laufbahn. In den Nachkriegsjahren konnte sie schließlich am Essener Theater zunächst als Gast, später als festes Ensemblemitglied glänzen. Häufig trat sie gemeinsam mit dem Tänzer Fritz Doege auf. Nach 17 Essener Jahren beendete Hilde Plaschke hier schließlich ihre erfolgreiche Operettenkarriere. Die Theater und Philharmonie Essen wird ihrem früheren Ensemblemitglied ein ehrendes Andenken bewahren.






Szenenfoto aus einer Aufführung der Operette „Die Csárdásfürstin“ am Grillo-Theater aus der Spielzeit 1955/1956. Zu sehen sind Hilde Plaschke und Fritz Doege (Foto: TUP).