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Nachrichten aus dem Ruhrgebiet

Ruhrgebiet, NRW
Wirtschaft, Politik, Soziales

Beschäftigung für Langzeitarbeitslose schaffen: RVR und andere Arbeitsmarktpartner unterzeichnen Absichtserklärung

Düsseldorf/Essen (idr). Die Umsetzung des Teilhabechancengesetzes zu fördern, um so gemeinsam die Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren: Das haben Arbeitsmarktpartner in NRW in einer gemeinsamen Erklärung vereinbart, die heute in Düsseldorf unterschrieben wurde. Zu den Unterzeichnern gehören das NRW-Arbeitsministerium sowie Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, die kommunalen Spitzenverbände, zu denen auch der Regionalverband Ruhr (RVR) zählt, Wohlfahrtsträger und die Bundesagentur für Arbeit. In der gemeinsamen Erklärung legen die Arbeitsmarktpartner das Ziel fest, dass das Teilhabechancengesetz vor allem nachhaltige Arbeitsverhältnisse fördert, die auch nach dem Ende der Anschubfinanzierung weiter bestehen bleiben. Gemeinsam wollen sie die Umsetzung vor Ort so unterstützen, dass mit den neuen Fördermöglichkeiten langfristig Vorteile für alle Beteiligten entstehen.
RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel meint dazu: "Die neue gesetzliche Regelung ist ein vielversprechender Ansatz, den Sockel der im Ruhrgebiet verfestigen Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen. Das Gesetz bietet Betroffenen die Chance, ins Arbeitsleben zurückzukehren. Und es führt zu einer Entlastung der Sozialetats in den Kommunen der Metropole Ruhr."
Im Rahmen des Teilhabechancengesetzes sollen 2019 landesweit rund 15.000 sozialversicherungspflichtige Stellen für Langzeitarbeitslose entstehen. Das Gesetz ermöglicht die Förderung von Beschäftigungen über einen Zeitraum bis zu fünf Jahren und Lohnkostenzuschüsse, die zu Beginn der Förderung bis zu 100 Prozent betragen können.

Ruhrgebiet
Freizeit, Kulturelles, idr-Tipps

idr-Tipps

Metropole Ruhr (idr). Dietrich W. Hilsdorf inszeniert Wagners "Siegfried" für die Deutsche Oper am Rhein. Am 26. Januar, 17 Uhr, feiert die Oper am Theater in Duisburg Premiere. Der einstige Weltenlenker Wotan ist zu einem machtlosen Wanderer geworden, der aus der Ferne verfolgt, wie sein Enkel Siegfried bei dem Zwerg Mime heranwächst. Mime erhofft sich, durch Siegfried den Ring von Alberich zurückzuerobern. Doch Siegfried rebelliert gegen seinen Ziehvater, zieht aus, um das Fürchten zu lernen, und findet die in ewigen Schlaf versetzte Brünnhilde. Es scheint, als habe die Macht der Liebe die Gier besiegt.
Infos: www.theater-duisburg.de
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"Salome" ist Oscar Wildes einzige Tragödie. Das Theater Oberhausen bringt den Mythos auf die Bühne: Salome fühlt sich von Jochanaan angezogen, doch dieser weist sie zurück. So erfüllt sie Herodes den Wunsch, für ihn zu tanzen, doch dafür fordert sie Jochanaans Kopf. In rasender Verzückung küsst Salome den abgeschlagenen Kopf und bringt sich damit selbst in Gefahr. Regisseur Stef Lernous inszeniert das Stück mit Begleitung einer Band und Musik, die der Duisburger Flowerpornoes-Gründer Tom Liwa extra komponiert hat. Premiere ist am 25. Januar um 19.30 Uhr.
Infos: www.theater-oberhausen.de
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Für die neue Stadt Mahagonny scheint die Zukunft golden zu sein. Die Stadtgründer sorgen für Recht und Ordnung. Holzfäller Paul Ackermann begehrt jedoch gegen dieses verlogene Paradies auf. Als ein Hurrikan die Stadt bedroht, propagiert er ein neues Gesetz: Alles ist erlaubt! Die Stadt bleibt von der Katastrophe verschont, doch das "Du darfst!"-Prinzip wirkt verheerender als jeder Sturm. Filmregisseur Jan Peter inszeniert mit Weills und Brechts "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" erstmals eine Oper. Das Stück feiert am 26. Januar, 19.30 Uhr, im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier Premiere.
Infos: www.musiktheater-im-revier.de
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Ein Theaterklassiker der Gegenwart feiert am 26. Januar, 20 Uhr, Premiere im Studio des Theaters Dortmund. Das Stück "norway.today" des Schweizer Dramatikers Igor Bauersima erzählt von Julie und August, die sich in einem Chatroom treffen. Sie möchte sich das Leben nehmen und sucht dafür Mitstreiter. Er ist von der Scheinheiligkeit des Alltags angewidert und sagt fest entschlossen zu. Während die beiden am Abgrund des Preikestolen-Felsens ihr Zelt für die letzte Nacht aufschlagen, kommen sie sich näher. Was als Feier des Todes begann, scheint sich unmerklich in ein Plädoyer für das Weiterleben zu entwickeln.
Infos: www.theaterdo.de
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"British Pop Art" präsentiert die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen vom 27. Januar bis 12. Mai. Künstler wie Richard Hamilton und Peter Blake spiegeln das Lebensgefühl der Zeit mit Themen wie Fernsehen, Werbung oder Auto wider. Die Musik spielt eine zentrale Rolle. Plattencover-Gestaltungen, wie das Beatles-Album von Peter Blake und Jann Haworth zu Sgt. Pepper, ist daher ein eigener Bereich gewidmet. Über 150 Werke geben Einblick in die Entstehung und Wirkung der britischen Pop Art. Die gezeigten Werke stammen aus der Sammlung des Düsseldorfer Anwalts Heinz Beck.
Infos: www.ludwiggalerie.de

Ruhrgebiet
Bildung, Soziales

Programm "Ruhr Talente" steht zur Wahl als "Hochschulperle des Jahres"

Essen/Gelsenkirchen (idr). Das von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen initiierte Stipendienprogramm "RuhrTalente" steht zur Wahl als "Hochschulperle des Jahres 2018". Ab dem 23. Januar, 12 Uhr, hat jeder 24 Stunden lang die Möglichkeit, per SMS an 0177/1782277 für dieses oder eines der anderen elf vorgeschlagenen Projekte zu stimmen. Zur Stimmabgabe ist als SMS-Inhalt ausschließlich der Abstimmungscode anzugeben. Mit dem Projekt "Ruhr Talenete" will die Hochschule Lernerfolge von Schülern aus sozial schwachen Familien verbessern. In Workshops und Seminaren können sie ihre Stärken und Schwächen erkennen und lernen außerdem, wie sie sich besser präsentieren. Der Abstimmungscode lautet H05.
Die Auszeichnung "Hochschulperle des Jahres" wird vom Stifterverband in Essen für ein besonders innovatives Hochschulprojekte vergeben. Zur Wahl stehen die zwölf "Hochschulperlen des Monats" aus dem vergangenen Jahr. Der Sieger erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Infos: www.hochschulperle.de